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Neujahrsempfang 2017

05.01.2017

Über 350 geladene Gäste und somit ein volles Haus konnte Bürgermeister Michael Kronauge beim 16. Neujahrsempfang der Stadt Hallenberg in der Stadthalle Hallenberg begrüßen. Nach der umfangreichen Renovierung der Stadthalle konnte der Neujahrsempfang nach drei Ausgaben in der Hallenberger Schützenhalle erstmalig wieder dort stattfinden.

Unter den zahlreichen Gästen begrüße Bürgermeister Kronauge den Bundestagsabgeordneten Prof. Dr. Patrick Sensburg, den Landtagsabgeordneten Matthias Kerkhoff, Landrat Dr. Karl Schneider, die Bürgermeister Werner Eickler (Winterberg), Thomas Grosche (Medebach) und Matthias Stappert (Vöhl), den Brandschutzdezernenten der Bezirksregierung Arnsberg Torsten Meier, Bezirksbrandmeister Uwe Wiedenbeck und den Stellv. Kreisbrandmeister Uwe Schwarz sowie den Geschäftsführer der Südwestfalen-Agentur Hubertus Winterberg.

Die Sparkasse Hochsauerland war durch Vorstand Ulrich Dolle sowie die Volksbank Bigge-Lenne durch Vorstand Andreas Ermecke vertreten. Bürgermeister Kronauge bedankte sich bei beiden Banken ausdrücklich für ihre finanzielle Unterstützung bei der Durchführung des Neujahrsempfangs.

Auch die Patenkompanie der Stadt Hallenberg, die vierte Kompanie des Bataillon Elektronische Kampfführung 932 aus Frankenberg, nahm mit Kompaniechef Jörg Söder und einer Abordnung an dem Neujahrsempfang teil.

Ein besonderer Gruß galt den Vertretern der über 80 Vereinen und Verbänden der Stadt. „Ich danke Ihnen für Ihre Arbeit, Ihr Engagement und Ihr Herzblut, von dem letztlich ganz Hallenberg profitiert.“

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der Gruppe Pr8kerle aus Ostwig, deren 8 Sänger ein breites Spektrum an accapella-Musikstücken darbieten konnten.

Stadtbrandinspektor Albert Winter wurde im Rahmen der Veranstaltung mit einer der höchsten Auszeichnungen des Landes NRW für Feuerwehrangehörige, dem Brand- und Katastrophenschutz-Verdienst-Ehrenzeichen in Silber ausgezeichnet. Brandschutzdezernent Torsten Meier verwies in seiner Laudatio auf das langjährige Wirken Albert Winters in der Freiwilligen Feuerwehr und seiner herausragenden Verdienste um das Feuerwehrwesen im Bereich der Stadt Hallenberg und auch darüber hinaus.

In seinem Grußwort zeigte sich Landrat Dr. Karl Schneider beeindruckt von den vielen Veranstaltungen und Ereignissen in der kleinsten Stadt des Hochsauerlandkreises, die sich insbesondere seit der Eröffnung des Kumps zu einer kleinen Kulturstadt in der Region entwickelt hat. Dr. Schneider verwies aber auch auf die vielen innovativen und ideenreichen Projekte sowie Fördermaßnahmen in Hallenberg.

Bürgermeister Kronauge erinnerte mit Bilder und Filmausschnitten in einem ausführlichen Rückblick auf das Geschehen des Jahres 2016 und zeigte einen Ausblick auf das neue Jahr.

Windkraft

Beim letztjährigen Neujahrsempfang bestand noch große Besorgnis, dass die Pläne der hessischen Nachbarkommune Bromskirchen zur Errichtung von insgesamt 12 Windkraft-Anlagen mit einer Höhe von 220 Metern unmittelbar entlang des Grenzweges zu Hallenberg umgesetzt würden. Es hat sich eine Bürgerinitiative gegen diese Pläne gegründet und bei einer Infoveranstaltung in der Schützenhalle Hallenberg nahmen rund 300 Gäste die Möglichkeit wahr, sich über das Vorhaben zu informieren und auch ihren Widerstand deutlich zu machen. „Das Hochsauerland ist das Land der 1.000 Berge und soll nicht das Land der 1.000 Windräder werden“, so Kronauge. Die Regionalversammlung in Kassel hat zwischenzeitlich auf die vielen Einwendungen reagiert und das Projekt aus Naturschutzgründen aus dem Teilregionalplan Nordhessen herausgenommen.

Hof Hallenberg

Der Hof Hallenberg, das durch das Ehepaar Jutta Pinzler und Jörg Schütte liebevoll restaurierte und zu einer Frühstückspension umgebaute älteste Fachwerkhaus in der Stadt Hallenberg, erhielt den Rheinisch-Westfälischen Staatspreis für Denkmalpflege. Der Hof Hallenberg ist darüber hinaus Denkmal des Monats März 2017 und ist mit Bild und Beschreibung im Kalender der Arbeitsgemeinschaft der Historischen Stadt- und Ortskerne NRW enthalten.

Bürgermeister Kronauge verriet darüber hinaus die weiteren Pläne des Eigentümer-Ehepaares in Hallenberg. Seit Dezember sind sie Besitzer des unterhalb des Hof Hallenberg gelegenen und seit 25 Jahren leerstehenden „Schmätjes Haus“. „Drinnen ist die Zeit stehengeblieben. Es ist geplant auch dieses Haus wie den Hof Hallenberg - denkmalgerecht und behutsam zu renovieren und eine Mischung aus Museum und Wohnen einzurichten. Die Zimmer und Möbel sollen möglichst erhalten bleiben. Wohnen wie „Schmätjes Fiene.“

Begonnen wird noch in diesem Jahr im gegenüberliegenden Kuhstall. Dort wird eine Kleinbrauerei entstehen. Hier werden in einem reinhandwerklichen Verfahren aus besten regionalen Zutaten zunächst drei Biersorten gebraut. Hallenbergs lange Brautradition, die bis in das Jahr 1545 zurückgeht, soll hierdurch wiederbelebt werden. Das Projekt soll auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, deshalb der Name Besucherbrauerei Hallenberg. Neben Besichtigungen können die Bürger wie es früher üblich war, ihr eigenes Bier brauen lassen und am Ende der Reifephase in der Brauerei abholen.

Bürgermeister Kronauge bedankt sich bei Jutta Pinzler und Jörg Schütte für ihr großartiges Engagement in Hallenberg.

Flüchtlinge

Das Hauptthema des Jahres 2015 waren die Flüchtlinge. Auch in Hallenberg. Insgesamt 108 Flüchtlinge waren der Stadt Hallenberg Anfang 2016 zugewiesen. Niemand hat gewusst, wie es 2016 weitergeht.

Nicht durch die Unterstützung vom Bund und Land, sondern ganz allein durch das ehrenamtliche Engagement von Bürgerinnen und Bürgern im Rahmen der Flüchtlingshilfe Hallenberg wurde sich um diese hilfesuchenden Menschen gekümmert. Es wurde der ehemalige Bäckerladen Pöllmann angemietet und dort eine Kleiderkammer und ein Möbellager eingerichtet. Sprachunterricht wird angeboten und sogar ein Café und eine Fahrradreparaturwerkstatt eingerichtet. Die Stadt hat einen Hausmeister für die Betreuung der insgesamt 28 Wohnungen eingestellt und einen PKW angeschafft. „Dank an alle, die mit Sach- und Geldspenden die unterstützt haben.“

Im gesamten Jahr 2016 wurden keine weiteren Flüchtlinge zugewiesen. Inzwischen sind einige Flüchtlinge freiwillig ausgereist, einige wurden abgeschoben oder sind verzogen. Gegenwärtig wohnen noch etwa 70 Flüchtlinge im Gebiet der Stadt Hallenberg. Allerdings wurde bereits durch die Bezirksregierung mitgeteilt, dass die Zuteilung weiterer Flüchtlinge bald wieder aufgenommen wird.

„Wir rechnen für dieses Jahr mit Kosten von 610.000 €. Ab 2017 erhalten die Kommunen  eine monatliche Pauschale von 866 € für jeden Asylbewerber. Mit diesen Beträgen müssten wir im Normalfall hinkommen. Allerdings sind damit auch die Krankheitskosten abgegolten. Wie sich die Flüchtlingssituation entwickelt, dass hängt von vielen Faktoren in der Welt zusammen. Faktoren auf die wir hier vor Ort keinen Einfluss haben.“, so Kronauge.

Schulen

Das Thema Schule hat die Städte Hallenberg, Medebach und Winterberg das gesamte Jahr beschäftigt. Durch den geschlossenen gemeinsamen Schulkompromiss dieser drei Städte gab jede Stadt eine Schule auf. Hallenberg verliert seine Verbundschule, Medebach sein 100-jähriges Gymnasium und Winterberg die offene Ganztagsschule Siedlinghausen.

„Als uns die Bezirksregierung diese Vorschläge unterbreitet hat, waren wir 3 Bürgermeister geschockt. ‚Da machen wir nicht mit‘ war unsere erste Aussage. Wenn man aber nachgedacht und die Mitteilung hat wirken lassen, kommt man zu einer andere Erkenntnis.“ Die Verbundschule Medebach-Hallenberg hat in den letzten 5 Jahren viermal die erforderliche Anmeldezahl nicht erreicht. Auch in Winterberg hat es die letzten beiden Jahre nicht gereicht. Die Stadträte der drei Städte haben daher mit großer Mehrheit den gemeinsamen Schulkompromiss beschlossen. Künftig gibt es ein Gymnasium in Winterberg und eine 3zügige Sekundarschule mit Haupt- Realschul- und Gymnasialzweig in Medebach und einen 2zügigen Teilstandort in Winterberg.

In Siedlinghausen hat man diese Entscheidung nicht akzeptiert. Ein Ratsbürgerentscheid brachte dann aber ein klares Ergebnis: 67% der Bürger des gesamten Stadtgebiets Winterberg haben den Beschluss befürwortet. Hiergegen haben 4 Eltern aus Siedlinghausen geklagt. „Wir hoffen, dass das Verwaltungsgericht in den nächsten Tagen über den Eilantrag entscheidet“, so Bürgermeister Kronauge. „Für uns – für Medebach und Hallenberg - ist ganz wichtig, dass unsere Eltern wissen, dass diese Klage und auch die Gerichtsentscheidung – egal sie sie ausgeht - überhaupt nichts mit dem Schulstandort Medebach zu tun hat. Unsere Sekundarschule wird 2017 starten, egal ob mit oder ohne Winterberg.“

Ausstellungen

Der Kump feierte im Jahr 2016 seinen 10. Geburtstag und es fanden dort wieder zahlreiche kulturelle Veranstaltungen und Ausstellungen statt.

Es begann mit der Ausstellung „Mythos Leni Riefenstahl“, welche dem Kump neue Rekordbesucherzahlen bescherte.

Getoppt wurde dies jedoch mit der Ausstellung von Otto Waalkes. Insgesamt etwa 500 begeisterte Besucher empfingen Otto Waalkes am Marktplatz sowie im Infozentrum Kump. Während der offiziellen Eröffnung der Ausstellung platzte der Kump nahezu aus allen Nähten.

Keine Starallüren, keine Berührungsängste – Otto war bestens aufgelegt und freundlich und nahm sich für jeden Besucher Zeit. Der beliebte Komiker und Schauspieler stand bereitwillig für „Ottogramme“, Selfies und Gespräche zur Verfügung.

Im September stellten 20 Künstlerinnen und Künstler der traditionellen Hagener Künstlervereinigung HAGENRING erstmals ihre Arbeiten in Hallenberg aus.

Margret Jakobi ist nach Paul Stipp die zweite Künstlerin die ihre Bilder der Reihe „Hallenberger Industriearchitektur“ im Rathaus ausstellte. Ein Jahr lang waren Momentaufnahmen von 11 Hallenberger Firmen, wie die Fertigungsstraße der Fa. Borbet, die Gebäude der Fa. Türen Schäfer oder Kusch im Rathaus zu bewundern. Am 22. Januar wechseln die Bilder im Rathaus - „Ausgewählt“ heißt es dann. Marlitt Peikert stellt für ein Jahr im Rathaus aus. Sie hat die Rathausmitarbeiter gemalt und zwar auf alten Wahlplakaten.

Auch in der frisch renovierten Stadthalle fanden bereits einige Veranstaltungen statt. Den Anfang machte das Sauerland-Kabarett mit den Twersbraken und Gerd Normann. „Bavaria grüßt Bosporus“ hieß es dann anlässlich des Sauerland Herbsts. Die Unterbiberger Hofmusik und das Golden Horn Brass Quintett Istanbul sorgten für einen unvergesslichen Abend in Hallenberg. Dabei war auch Matthias Schriefl. Er wurde vor kurzem als Weltmusikpreisträger ausgezeichnet. Er spielte gleichzeitig auf 2 Alphörnern und brachte das Kunststück fertig gleichzeitig zweistimmig auf einem Euphonium und einer Trompete zu spielen. Grandios.

Auch im nächsten Jahr finden wieder viele interessante Veranstaltungen statt.

Im März geht es los mit einer persönlichen Empfehlung von Otto. Bei der Kunstausstellung „Art by Steinmann“ wird der Kump von den beiden Künstlerinnen Barbara und Lorena Steinmann mit großformatigen Pop-Art-Bildern ausgestattet.

Und als weitere Empfehlung von Otto tritt am 31. März sein Freund Martin Schneider mit seinem neuen Programm „Meister Maddin“ in der Stadthalle Hallenberg auf.

Ein besonderes Highlight wird die Ausstellung „Von Entenhausen nach Hallenberg – Walt Disneys große Zeichner“ im Kump sein. Es werden Originalzeichnungen aus den Anfangsjahren von Micky Maus und Donald Duck sowie die Geschichte der Micky Maus Hefte vorgestellt. Im Oktober folgt die Ausstellung „Gesätzeltes – Promihirn in kleinen Dosen“ des früheren Redakteurs der HNA aus Korbach, Günter Göge. Im September kommt Patricia Kelly für ein Konzert in die Stadthalle.

In 2016 fand in der Schützenhalle Hallenberg die 3. Auflage der gemeinsamen Ausbildungsbörse der Städte Hallenberg, Medebach und Winterberg sowie der Gemeinde Bromskirchen mit insgesamt 32 Firmen statt. In diesem Jahr wird die Nachwuchsmesse „TOP-Nachwuchs für TOP-Firmen“ in Hallenberg ausgerichtet. Zum 5. Mal werben die 6 Altkreisstädte mit dieser Messe für die Region und möchten hierbei gezielt Abiturienten und Akademiker ansprechen. Beim letzten Mal in Olsberg waren 52 Firmen dabei.

Der Abend endete mit einer letzten Darbietung der Pr8kerle, die ein von Bürgermeister Kronauge selbst getextetes Lied „Hallenberg ist klein, aber ganz groß“ zu der Melodie von „Always look on the bright side of life“ von Monty Python präsentierten.


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